Barrierefreier Vortrag

Barrierefreier Vortrag

Der Vortrag ist in der Lehre nicht wegzudenken. Egal, ob dieser im Rahmen einer Vorlesung, prüfungsimmanenten LV, während einer Exkursion oder im E-Learning online stattfindet, gewisse Regeln und Kriterien helfen, dass der Vortrag für Menschen mit Beeinträchtigung besser zugänglich ist.

 Vortragsstil

  • laut und deutlich
  • langsames Tempo
  • Hochsprache
  • nicht mit dem Rücken zum Auditorium
  • Fragen (aus dem Auditorium) wiederholen, bevor Sie diese beantworten
  • beschreiben bzw. benennen Sie alles, was Sie an die Tafel zeichnen oder schreiben

 Technik

 Lehr- und Lernunterlagen

  • erstellen Sie nach Möglichkeit barrierefreie Lehr- und Lernunterlagen
  • stellen Sie auf Anfrage
    • Handouts in größerem Druck /größerer Schriftart zur Verfügung
    • Power-Point-Folien in Papierform  oder als Brailledruck zur Verfügung
    • LV-Unterlagen bereits am Beginn des Semesters zur Verfügung (Vortrag, Folien etc.)

Person schreibt auf Flipchart (c) Barbara Mair

Blinde Personen können nicht sehen, was Sie hier zeichnen, hörbeeinträchtigte Personen können nicht hören, was Sie (ans Flipchart gerichtet) sagen etc. (c) Barbara Mair

Erläuterungen

  • Auch wenn Sie eine laute Stimme haben, ist die Hörbarkeit Ihres Vortrags wesentlich verbessert, wenn Sie ein Mikrofon benutzen. Oft wird man auch während des Vortrages leiser, Umgebungsgeräusche stören die Wahrnehmung bzw. in hinteren Reihen ist man weiter weg und hört somit automatisch weniger.
    Auch Induktionsanlagen funktionieren nur, wenn ein Mikrofon verwendet wird.
  • Langsames, deutliches Sprechen in Hochsprache ermöglicht es auch Personen mit Konzentrationsschwäche, Schwerhörigkeit etc. Ihrem Vortrag zu folgen.
  • Wenn Sie mit dem Rücken zum Auditorium stehen, können Personen, die auf Lippenlesen angewiesen sind, Ihrem Vortrag nicht folgen.
  • Fragen zu wiederholen ist wichtig, weil man diese in hinteren Reihen meistens nicht hören kann.
  • Alles Visuelle zu beschreiben ermöglicht blinden und sehbehinderten Personen, diese Informationen zu erhalten.
  • Aufzeichnungen oder die Nutzung von u:stream ermöglicht es Personen, mit Mobilitätseinschränkungen, chronischer Erkrankung, psychischer Beeinträchtigung, kognitiver Beeinträchtigung usw. Ihren Vortrag nachzuhören, nachzubereiten oder überhaupt erst anhören zu können (z.B. wenn Anwesenheit nicht möglich ist).
  • Lichtverhältnisse sind besonders für Personen mit Sehbehinderung essentiell.